action vivre


Ein Projekt von SAM global


SAM global beschreibt Action VIVRE folgendermassen:

(Quelle: https://www.sam-global.org/actionvivre)

 

AUSGANGSLAGE

Das Volk der Peul im Fouta Djallon in Mittelguinea lebt mehrheitlich in grosser Armut. Nur selten haben die Menschen Zugang zu qualitativ guter Grund- und Berufsbildung. Es ist eine Herausforderung, genügend Einkommen schon nur für die Grundbedürfnisse zu generieren. Die vorherrschende Religion, der Islam, begünstigt zudem einen gewissen Fatalismus. Kirchen gibt es praktisch keine – vor allem nicht für das Volk der Peul.

DAS PROJEKT

Mit praktischen Entwicklungs- und Bildungsprojekten will ActionVIVRE dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort nicht einfach nur überleben, sondern Perspektive für ihr Leben entwickeln. Das Projekt besteht aus vier Teilbereichen:

 

 

 

 

 

SCHULBILDUNG

Da die staatlichen Schulen völlig überlastet und in desolatem Zustand sind, hat SAM global 2006 an einem Projektstandort die ActionVIVRE-Schule gegründet. Rund 500 Schüler erhalten hier die Chance, von einer guten Schulbildung zu profitieren, erhalten Nachhilfeunterricht, werden zum gemeinsamen Spielen animiert und erfahren, dass ihr Schöpfer eine Perspektive für sie hat.

 

An einem anderen Standort wird mit einem Studiencenter durch Informatik- und Englisch Kurse Jugendlichen ein sinnvolles Freizeitprogramm geboten und es entstehen wertvolle Kontakte.

 

Mit der Durchführung von Kindergärten werden an zwei Orten die Kleinkinder schon gut auf die Schule vorbereitet. Kinder, die den Kindergarten von ActionVIVRE besucht haben, können meist schon mehr als Kinder, die bereits das 1. Schuljahr an der öffentlichen Schule absolviert haben – das spricht sich herum.

 

BERUFSBILDUNG

Ein Schwerpunkt von ActionVIVRE liegt auf der Berufsbildung. Es fehlt in Guinea an qualifizierten und vertrauenswürdigen Handwerkern. Handwerk und manuelle Arbeit haben einen tiefen Stellenwert. Durch Zuschauen und später Mitarbeiten erlernen normalerweise die Lehrlinge bei einem Lehrmeister mehr oder weniger ein Handwerk. Es kommt oft vor, dass der Lehrmeister kein Interesse hat, den Lehrling fundiert auszubilden, weil er sonst für ihn zur Konkurrenz wird. Lehrlinge werden in erster Linie als billige Arbeitskräfte genutzt. An den zwei Standorten bilden SAM global-Mitarbeitende in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern in der Handwerkerschule Lehrlinge in Bauberufen sowie in der Mechanik aus. Mit dieser Ausbildung sollen Jugendliche Chancen und Perspektive erhalten, ihren Lebensunterhalt mit qualitativ guter Arbeit und einer hohen Arbeitsethik verdienen zu können. Dadurch soll das Ansehen und schlussendlich die Wertschätzung des Handwerks erhöht werden.

 

GESUNDHEITSWESEN

Durch Präventionskurse an öffentlichen Schulen werden durch ActionVIVRE wichtige Themen wie Hygiene, Schutz vor Krankheiten wie HIV Aids und ethische Fragen angesprochen und diskutiert.

 

Ein verbreitetes Problem vor allem bei Kleinkindern sind Verbrennungen, da auf offenem Feuer gekocht wird. SAM global-Mitarbeitende leisten Erste Hilfe und behandeln die Brandwunden bis zur Heilung, damit die Narbenbildung möglichst gering bleibt und keine Kontrakturen entstehen.

 

KONTAKTARBEIT

In verschiedenen Dörfern in der Umgebung sind die Teams gelegentlich mit Büchertischen präsent, um die Leute mit guter Literatur oder SD-Karten mit biblischen Geschichten zum Nachdenken anregen. Dort und auch in anderen Situationen suchen wir respektvoll das Gespräch über Glaubensfragen und Weltanschauungen.